Starker Erdbebenschwarm in Okinawa

Japan – Vor der Küste der Japanischen Präfektur Okinawa im äußersten Südwesten des Archipels wird seit einigen Stunden ein kräftiger Erdbebenschwarm registriert. Insgesamt zehn Erdbeben über Magnitude 4.8 detektierte das United States Geological Survey in den vergangenen zehn Stunden (Stand: 15. September, 11:45 Uhr MESZ). Die Epizentren des Erdbebenschwarmes lagen rund 200 Kilometer östlich der Stadt Naha, dem Verwaltungssitz von Okinawa. Mindestens drei der Beben waren dort nach Angaben der japanischen Meteorologiebehörde (JMA) schwach zu spüren: Direkt das erste Beben um 02:08 Uhr MESZ mit Mj5.4 (Mw5.6), das vierte um 06:40 Uhr (Mj5.5; Mw5.5) und das siebte um 10:05 Uhr (Mj5.8, Mw5.6). Schäden infolge der Erdbeben sind nicht aufgetreten.
Der Erdbebenschwarm geht auf eine Abschiebung innerhalb der Okinawa-Platte auf der Rückseite der Subduktionszone zurück. Diese liegt in wenigen Kilometern Tiefe unterhalb des Meeresbodens und scheint auf einer Länge von rund 30 Kilometern reaktiviert worden zu sein. Erste Auswertungen deuten auf ein relativ komplexes Bruchverhalten hin. Erdbebenschwärme an solchen Abschiebungen, wo die Platte aufgrund der nahe gelegenen Subduktionszone gebogen wird, sind nicht ungewöhnlich.
Weitere Erdbeben sind in den kommenden Stunden und Tagen wahrscheinlich. Aufgrund der großen Distanz zur nächsten Küste bestünde selbst bei stärkeren Beben zunächst keine Gefahr von Schäden. Tsunami-Potential ging von den bisherigen Erdbeben nicht aus.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 15. September

Magnitude: bis Mj5.8

Tiefe: ca. 5 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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