Zwei Tote bei Erdbeben in Chile

Chile – Bei einem schweren Erdbeben in der chilenischen Region Coquimbo sind in der Nacht zu Sonntag mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Es kam zu Gebäudeschäden, viele Menschen flüchteten zeitweise aus Angst vor einem Tsunami ins Landesinnere.
Das Epizentrum des Erdbebens lag nach Angaben des chilenischen Erdbebendienstes an der Küste von Coquimbo, südlich der dicht besiedelten Metropolregion La Serena – Coquimbo. Demnach erreichte das Erdbeben Magnitude 6.7. Die Herdtiefe lag bei rund 50 Kilometern und damit innerhalb der subduzierten Nazca-Platte.
In La Serena registrierten die chilenischen Behörden die höchste Intensität des Bebens, die dort den Wert VIII erreichte. Entsprechend kam es dort zu den meisten Gebäudeschäden, die sich aufgrund der erdbebensicheren Bauweise allerdings in Grenzen hielten. Es wurden Risse in mehreren Häusern aufgezeichnet, teilweise stürzten Teile von Mauern ein. Auch die Kathedrale in La Serena erlitt kleinere Schäden. Meldungen über Verletzungen liegen zur Zeit nicht vor. Im Hinterland verursachten Steinschläge einige Schäden an Straßen und Gebäuden.

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Zwei Menschen kamen infolge des Erdbebens ums Leben, als sie während der Evakuierungen Herzinfarkte erlitten.
Ein Tsunami wurde nicht registriert. Das Erdbeben ereignete sich an einer Abschiebung innerhalb der Nachbebenzone des großen Erdbebens (M8.3) von 2015. Ein Zusammenhang mit diesem Erdbeben ist daher nicht auszuschließen.

Update 21. Januar
Das Erdbeben hat in der Region Coquimbo insgesamt knapp 500 Gebäude beschädigt. Rund 180 davon wurden vollständig zerstört. Etwa 9700 Menschen sind vom Erdbeben betroffen.

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FAQ: Wie entstehen Erdbeben? Wann sind Erdbeben gefährlich? Wie kann ich mich schützen? Was sind Störungen, was sind Platten? Wichtige Begriffe erklärt

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 20. Januar 2019, 2.32 Uhr

Magnitude: 6.7

Tiefe: 50 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: ja

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten

Quellen zu Erdbebenschäden sind in der jeweiligen "Earthquake Impact Database" aufgeführt.