Erdbeben erschüttert Rom

Italien – Am späten Sonntagabend hat ein Erdbeben Teile von Mittelitalien erschüttert. Betroffen ist vor allem die Region rund um die Hauptstadt Rom. Das Epizentrum des Erdbebens lag nach Angaben der Website Alomax einige Kilometer östlich vom Rom nahe der Stadt Tivolo. Demnach erreichte das Erdbeben Magnitude 4.3. Das Geoforschungszentrum Potsdam ermittelte zunächst Magnitude 4.1. Im gesamten Stadtgebiet von Rom und umliegenden Orten waren die Erschütterungen schwach bis deutlich zu spüren, einige Zeugen sprechen von starken Erschütterungen.
Daten des Italienischen Erdbebendienstes liegen zur Zeit noch nicht vor. Bei einem Beben um Magnitude 4 könnten in der Nähe des Epizentrums kleinere Schäden möglich sein.
Größere Auswirkungen sind jedoch nicht zu erwarten.

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CATNews errechnete insgesamt eher moderate Intensitäten für die Epizentralregion: Stark genug um Menschen zu erschrecken, aber insgesamt ungefährlich.

Update 23:05 Uhr
Der Erdbebendienst beim Italienischen Geophysikinstitut (INGV) ermittelte Magnitude 3.7 für das Erdbeben und lokalisiert das Epizentrum südlich von Tivoli nahe des Vulkankomplexes Colli Albani. Die Herdtiefe lag demnach bei rund 9 km.

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Update 24. Juni, 07:30 Uhr
Im Ort Monte Compatri am Nordhang der Albaner Berge (Colli Albani) kam es infolge des Erdbebens zu kleineren Schäden an mehreren Gebäuden, wie lokale Behörden mitteilten. Unter anderem seien größere Risse im Gemeindehaus des Ortes aufgetreten, sodass die Feuerwehr eingreifen musste. Auch mehrere Gesimse von Wohnhäusern waren betroffen. Verletzt wurde bei dem Erdbeben niemand, aber viele Menschen rannten in Panik aus ihren Häusern.
In anderen Orten nahe des Epizentrums wurden bisher keine Schäden festgestellt. Monte Compatri ist auf den vulkanischen Gesteinen der Colli Albani errichtet. Dort können Erdbeben durch Wechselwirkung mit den unterschiedlichen Gesteinslagen lokal verstärkt werden, sodass größere Intensitäten (und damit auch Schäden) auftreten als normalerweise.

Zeugenmeldungen
Rom
5 Etage im Hotel. Wackeln war stark zu spüren. Dachte zuerst Güterzug fährt in der Nähe. (Intensität IV)

Monterotondo
Im Bett liegend, 1. Stock, leichtes Rumpeln zu hören, leichtes Schwanken verspürt, nur wenige Sekunden kurz. Wir sind völlig ruhig geblieben. (Intensität II)

Frascati
Erdgeschoss, wie ein starker Knall, das ganze Haus hat kurz gewackelt, einige Objekte sind aus dem Regal gefallen, ein Golfball kam angerollt. Ein grosser Schreck. (Intensität V)

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 23. Juni, 22:44 Uhr

Magnitude: 3.7

Tiefe: 9 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: unwahrscheinlich

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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