Schweres Erdbeben auf den Kermadec-Inseln

Neuseeland – Ein schweres Erdbeben bei den neuseeländischen Kermadec-Inseln hat in der Nacht zu Sonntag zu einer kurzzeitigen Tsunami-Warnung geführt. Das Beben erreichte nach USGS-Angaben Magnitude 7.2 und hatte sein Epizentrum rund 800 km nördlich der neuseeländischen Nordinsel. Zahlreiche, teils starke Nachbeben folgten. Auf der nahe gelegenen Vulkaninsel Raoul, die lediglich eine Forschungsstation beherbergt, waren die Erschütterungen stark zu spüren. Über Schäden gibt es jedoch keine Meldungen.
Auch entlang der neuseeländischen Ostküste wurden vereinzelt schwache Erschütterungen wahrgenommen.
Zunächst wurde vor der Möglichkeit eines Tsunamis gewarnt. Diese Warnung wurde nach kurzer Zeit wieder aufgehoben. Auf Raoul konnte eine kleine Welle mit maximal neun Zentimetern Höhe gemessen werden. Die Hauptinseln Neuseelands waren nicht betroffen.

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Das Erdbeben geht auf die Tonga-Kermadec-Hikurangi Subduktionszone zurück, welche eine der aktivsten Plattengrenzen der Erde darstellt. Sie verläuft von Fidschi im Norden bis vor die neuseeländische Südküste. Besonders vor der Küste von Tonga und den Kermadec-Inseln ist die seismische Aktivität sehr hoch. Schwere Erdbeben finden mehrfach im Jahr statt, führen aufgrund der häufig unbesiedelten Inseln in der Regel nicht zu Schäden.

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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 16. Juni, 00:54 Uhr

Magnitude: 7.2

Tiefe: 34 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: Kermadec-Inseln (aufgehoben)

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.
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