Schweres Erdbeben im Nordwesten von Japan

Japan – An der Westküste der japanischen Hauptinsel Honshu hat sich am Nachmittag ein schweres Erdbeben ereignet. Das Epizentrum des Erdbebens lag nach Angaben der Meteorologiebehörde an der Grenze der Präfekturen Niigata und Yamagata, rund 300 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tokyo. Das Beben erreichte demnach Magnitude 6.5. Es handelte sich um ein Erdbeben in geringer Herdtiefe. Entsprechend hoch war die Intensität. Dabei wurde der Wert 6+ auf der Shindo-Skala erreicht. In benachbarten Präfekturen wurde noch Intensität 5 oder höher registriert.
Die Meteorologiebehörde gab infolge des Erdbebens für die Westküste von Honshu eine Tsunami-Advisory raus. Demnach seien Wellenhöhen von bis zu einem Meter möglich.

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Aufgrund der hohen Intensität des Erdbebens sind größere Schäden in der Nähe des Epizentrums wahrscheinlich. Da der mögliche Tsunami voraussichtlich eher klein ausfällt, geht von diesem keine große Gefahr aus. Dennoch sind Evakuierungsempfehlungen aktiv.

Update 15:52 Uhr
In Niigata und Yamagata führte das Erdbeben zu Stromausfällen. Rund 7000 Haushalte sind betroffen, wie die Nachichtenagentur NHK schreibt. Zudem kam es zu Unterbrechungen der Telekommunikationsverbindungen. Auch mehrere Zuglinien wurden unterbrochen. Meldungen über Gebäudeschäden liegen noch nicht vor.

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Update 16:10 Uhr
Die Tsunami-Advisories bleiben zur Zeit weiter bestehen. Auf der kleinen Insel Awashima wurde unterdessen ein kleiner Tsunami beobachtet. Nach Angaben der Japanischen Meterorologiebehörde überschritt dieser Tsunami aber eine Wellenhöhe von 20 Zentimetern nicht.

Update 18:05 Uhr
Die Tsunami-Advisory wurde komplett aufgehoben, nachdem Wellenhöhen von maximal rund 10 Zentimetern beobachtet wurden. Schäden infolge des Tsunamis gab es nicht.
Das Erdbeben selbst verursachte bisher nur geringe Schäden an einigen Gebäuden. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt.

Lage des Epizentrums


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Wird aktualisiert, sobald weitere Infos vorliegen…

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 18. Juni, 15:22 Uhr

Magnitude: 6.5

Tiefe: 11 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: Nordwestküste Honshu (Advisory) - Aufgehoben

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Die Intensität von Erdbeben in Japan wird mit der Shindo-Skala beschrieben und basiert auf der gemessenen Bodenbeschleunigung. Die Skala reicht von 1 bis 7 mit Untergliederung in „Upper“ (+) und „Lower“ (-) der Werte 5 und 6. In der Regel kann ab einem Wert von 5- mit ersten kleineren Schäden an Gebäuden gerechnet werden. Größere Schäden treten ab 6- auf. Der höchste Wert 7 auf der Skala beschreibt meist schwere Zerstörungen und wurde in den vergangenen Jahren nur drei Mal erreicht: Beim Tohoku-Erdbeben (M9.1) 2011, beim Kumamoto-Erdbeben (M7.3) 2016 und beim Hokkaido-Erdbeben 2018.
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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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