Todesopfer bei Erdbeben im Iran

Iran – Im Südwesten des Iran hat sich am Montagvormittag ein starkes Erdbeben ereignet. Das Epizentrum des Erdbebens lag nach Lokalisierungen des Erdbebendienstes in Teheran in der Provinz Khuzestan, rund 200 Kilometer von der Grenze zum Irak entfernt. Demnach erreichte das Erdbeben Magnitude 5.7. Die Herdtiefe lag bei 17 Kilometern.
Die Erschütterungen waren vor allem Richtung Westen verbreitet zu spüren, unter anderem auch in Kuwait, wo viele Menschen, besonders in den Hochhäusern, von starken Bodenbewegungen berichten. Die Epizentralregion ist relativ dicht besiedelt mit mehreren größeren Städten im Umkreis von 50 Kilometern, sowie zahlreichen kleineren Dörfern. Dort sind mancherorts große Schäden möglich. Zudem besteht in der gebirgigen Region die Gefahr von Erdrutschen und Steinschlägen.

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Update 10:54 Uhr
Infolge des Erdbebens verstarb ein älterer Mann an einem Herzinfarkt. Mindestens vier Menschen wurden durch herabstürzende Trümmer verletzt und in Krankenhäusern behandelt. Zehn Rettungs- und Bewertungsteams sind zur Zeit in der Erdbebenregion im Einsatz. Genaue Infos zum Ausmaß der Zerstörung liegen noch nicht vor. Jedoch kam es laut ersten Berichten zum Einsturz mehrerer Gebäude in umliegenden Dörfern. Auch in den größeren Städten bildeten sich Risse in Gebäuden.

Update 17:22 Uhr
Bis zum frühen Abend bestätigte der Iranische Katastrophenschutz insgesamt 112 Verletzte infolge des Erdbebens. Weitere Todesopfer wurden nicht gemeldet. Die Zählung der Schäden dauert zur Zeit noch an. Nach vorläufigen Statistiken sind insgesamt rund 100 Dörfer vom Epizentrum betroffen, wo wohl viele Gebäude schwer beschädigt wurden. Die Gesamtzahl betroffener Häuser könnte sich auf über 1000 belaufen. Für die betroffene Bevölkerung wurden Hilfsgüter in die Region geliefert, darunter auch 1000 Zelte für Notunterkünfte. Schulen und öffentliche Gebäude bleiben in den betroffenen Orten bis auf weiteres geschlossen. Insgesamt mindestens 13 Schulen sollen vom Erdbeben betroffen und teils schwer beschädigt worden sein.

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Wird fortgesetzt, sobald weitere Informationen vorliegen…

Lage des Epizentrums


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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 8. Juli, 09:00 Uhr

Magnitude: 5.7

Tiefe: 17 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: ja

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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In Regionen wie diesen kann es immer wieder zu schweren Erdbeben kommen. Nicht nur sichere Bauweise kann bei solchen Ereignissen Menschenleben retten, sondern auch richtige Verhaltensweisen. Daher empfehlen wir allen, die eine Reise in eine erdbebengefährdete Region planen, sich zuvor mit den richtigen Verhaltensweisen bei schweren Erdbeben auseinanderzusetzen.

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Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Juni 2019 lebt er in Karlsruhe und arbeitet im Bereich Katastrophenforschung.
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