Tote und Verletzte bei Erdbeben in Pakistan

Pakistan – Ein starkes Erdbeben hat am Dienstag den Norden von Pakistan getroffen. Das Epizentrum des Erdbebens lag südöstlich der Hauptstadt Islamabad in der Region Kashmir. Nach Angaben des Geoforschungszentrums Potsdam erreichte das Beben Magnitude 5.9. Der Bebenherd lag in geringer Tiefe von nur rund 10 Kilometern.
In weiten Teilen von Nordpakistan sowie angrenzender Gebiete Indiens war das Beben deutlich spürbar. Auf der Website des EMSC meldeten Zeugen aus zahlreichen umliegenden Städten hohe Intensitäten. In Islamabad rannten viele Menschen in Panik aus den Gebäuden.
Die direkte Epizentralregion ist sehr dicht besiedelt mit zahlreichen kleineren und größeren Städten im Umkreis von 15 Kilometern. Entsprechend ist mit großen Schäden zu rechnen. CATNews erwartet für die Epizentralregion eine Maximalintensität von VII bis VIII. Von Intensität VII, was stark genug ist, um schlecht gebaute Gebäude zu zerstören, seien demnach rund eine Million Menschen betroffen.

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Update 13:43 Uhr
Entlang eines Flusslaufes zwischen den Städten Jatlan und Mirpur kam es zu zahlreichen Erdrutschen, wodurch große Straßenabschnitte und auch Häuser zerstört wurden. Zahlreiche Aufnahmen, die über Twitter verbreitet werden, zeigen massive Rutschungen.

Update 13:52 Uhr
Vor allem rund um Mirpur kam es zu schweren Schäden mit vielen zerstörten Gebäuden. Lokale Quellen melden mindestens ein Todesopfer und 59 Verletzte im Stadtgebiet. Infos aus umliegenden Gebieten liegen noch nicht vor. Bei dem Todesopfer handelt es sich wohl um ein Kind, das von einem einstürzenden Gebäude erschlagen wurde.

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Update 14:08 Uhr
Durch den Einsturz eines einzelnen Gebäudes in Mirpur sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Weitere sollen vermisst werden. Auch aus den Nachbarstädten werden eingestürzte Gebäude, teilweise vermisste Menschen, gemeldet. Der Pakistanische Katastrophenschutz hat Rettungsteams in die Region entsandt, die zusammen mit lokalen Hilfskräften Verschüttete bergen sollen.

Update 14:41 Uhr
Die Opferzahl steigt weiter an: Mindestens 15 Menschen sind ums Leben gekommen, 150 wurden verletzt. Dabei sind zur Zeit vor allem die Opfer eines einzelnen Gebäudeeinsturzes in Mirpur gezählt.
Insgesamt sind die Schäden auch in den kleineren Städten sehr groß. Wie viele Gebäude insgesamt in der Region eingestürzt sind, ist noch nicht klar, wird aber zur Zeit untersucht. Gemeldete Schäden stammen bisher vor allem aus Mirpur, darunter mehrere Moscheen, ein Krankenhaus und eine Schule. Zudem gab es an den Ufern des Flusses Jhelum massive Erdrutsche, die Autos und Straßen mitgerissen haben. Viele Menschen werden noch vermisst. Aufgrund des wassergesättigten, weichen Untergrunds entlang des stark mäandrierenden Jhelum wurden die Erdbebenwellen in der Region verstärkt, sodass trotz mäßiger Magnitude (5.9) sehr hohe Intensitäten (VIII, wahrscheinlich sogar IX) erreicht wurden. Dort ist ebenfalls mit massiven Gebäudeschäden zu rechnen.

Update 25. September, 09:05 Uhr

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 24. September 13:01 Uhr

Magnitude: 5.9

Tiefe: 10 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: ja

Opfer erwartet: ja

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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