Erdbebenserie erschüttert Kreta

Aktualisiert am 7. Dezember, 15:55 Uhr

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Griechenland – Erneut hat ein Erdbeben weite Teile der griechischen Insel Kreta erschüttert. Wie der Erdebendienst in Athen registrierte, lag das Epizentrum des Bebens am Freitagvormittag vor der Südküste der westlichen Inselhälfte. Demnach erreichte das Erdbeben Magnitude 4.6. Die geringe Herdtiefe von rund 9 Kilometern deutet darauf hin, dass das Erdbeben auf eine lokale Störungszone und nicht auf die Subduktionszone vor der Küste zurückgeht.
Besonders rund um Chania sowie an der Südküste waren die Erschütterungen deutlich zu spüren. Auch in der Inselhauptstadt Heraklion wurde das Beben noch schwach wahrgenommen. Schäden infolge des Erdbebens sind nicht zu erwarten.
Mehrere kleinere Nachbeben folgten bereits in den ersten Minuten.

Vor rund einer Woche erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6.4 die Region, dessen Herd vor der Westküste der Insel in moderater Tiefe lag. Es verursachte rund um Kissamos leichte Schäden. Zudem kam es in den vergangenen Tagen zu mehreren kleinen Erdbebenserien rund um Kreta, unter anderem an der Nordostspitze der Insel sowie nahe der vorgelagerten Insel Gavdos.
Das heutige Beben hängt mit keiner dieser Aktivitätszentren zusammen.

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Update 7. Dezember, 15:55 Uhr
Aus dem ersten Erdbeben hat sich eine intensive Erdbebenserie entwickelt. Mehrere Dutzend kleinere Erdbeben, davon viele spürbar, folgten in den ersten 24. Stunden, darunter auch ein Erdbeben der Stärke 4.1 am frühen Samstagmorgen. Am Samstagnachmittag lebte die Erdbebenaktivität nochmal deutlich auf. Innerhalb weniger Minuten zwischen 15:35 Uhr und 15:47 Uhr registrierte der Erdbebendienst in Athen Beben mit Magnitude 4.4, 3.7 und 4.5. Besonders entlang der Südküste sowie auch im Großraum Chania waren diese Beben deutlich zu spüren.
Aufgrund der andauernden Aktivität ist nicht auszuschließen, dass es in den kommenden Stunden weitere größere Erdbeben gibt.

Da die Epizentren der Erdbeben nahe an der Küste liegen, waren viele der Erschütterungen spürbar. Schäden sind jedoch nicht bekannt.

Lage des Epizentrums


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Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): 6. Dezember, 09:45 Uhr

Magnitude: 4.6

Tiefe: 9 km

Spürbar: ja

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: tektonisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

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