Erdbebenschwarm auf La Palma

Spanien – Auf der Kanareninsel La Palma hat sich innerhalb der letzten 48 Stunden ein Erdbebenschwarm ereignet. Das Vulkanobservatorium der Kanaren und die Spanische Geologiebehörde IGN registrierten insgesamt 20 kleine Erdbeben, die meisten im Süden der Insel oder vor der Ostküste. Das stärkste dieser Beben erreichte demnach Magnitude 2.5. Der Herd der Beben konnte in rund 30 Kilometern Tiefe verortet werden. Entsprechend waren keine Erschütterungen auf der Insel zu spüren. Allerdings deutet die Tiefe daraufhin, dass die Erdbeben mit einer Magmaintrusion, also dem Aufstieg von Magma in das Vulkansystem, einhergehen.

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Erdbebenschwarm La Palma
Lage des Epizentrums

Bereits 2017 und 2018 hatte es nach Jahrzehnten der Inaktivität Erdbebenschwärme gegeben, die auf die Bewegung von Magma hindeuten, ebenfalls in einer Tiefe von 30 Kilometern oder mehr. Die erneuten Erdbeben deuten zwar nicht auf eine unmittelbar bevorstehende vulkanische Aktivität hin. Durch das wiederholte Auftreten könnte sich jedoch mittelfristig ein neuer Vulkanausbruch ankündigen. Frühere Ausbruchsphasen kündigten sich teilweise über Jahrzehnte hinweg mit wiederholten Erdbebenschwärmen mit deutlich höherer Intensität als aktuell an.

Der letzte Vulkanausbruch auf La Palma ereignete sich im Jahr 1971 am Vulkankegel Teneguia an der Südspitze der Insel.
Bereits in den vergangenen Wochen hatte es auch auf den Nachbarinseln Teneriffa und El Hierro vermehrt Erdbeben gegeben, im letzten Fall wahrscheinlich ebenfalls mit einer Magmaintrusion einhergehend.

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FAQ: Wie entstehen Erdbeben? Wann sind Erdbeben gefährlich? Wie kann ich mich schützen? Was sind Störungen, was sind Platten? Wichtige Begriffe erklärt

Allgemeine Informationen zu diesem Erdbeben:

Uhrzeit (Mitteleuropäische Zeit): seit 24. Juli

Magnitude: bis 2.5

Tiefe: ca. 30 Kilometer

Spürbar: nein

Schäden erwartet: nein

Opfer erwartet: nein

Ursprung: magmatisch

Tsunami-Gefahr: nein

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Quellen (Erdbebendienste) zu allen Erdbebendaten

Quellen zu Erdbebenschäden sind in der jeweiligen "Earthquake Impact Database" aufgeführt.