Historische Erdbeben in Deutschland

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(Prä-)Historische Erdbeben vor Christus

Spätes Pleistozän (vor ca. 14.000 Jahren) – Bielefeld (NRW)
Paläoseismologische Untersuchungen fanden in den eiszeitlichen äolischen Sedimenten nahe Oerlinghausen bei Bielefeld Spuren eines schweren Erdbebens im späten Pleistozän. Dieses erreichte demnach mindestens Magnitude 5.5 und verursachte Bodenverflüssigung.

Berechnete Auswirkungen (ShakeMap) des historischen Erdbebens in Bielefeld
Berechnete Auswirkungen (ShakeMap) des historischen Erdbebens in Bielefeld

6000 – 17.000 v. Chr. – Worms (RLP)
Paläoseismologische Studien fanden Belege für ein schweres Erdbeben (~M6.5) nahe Worms. (Peters 2007)

Ca. 10.000 v. Chr. – Schweiz
Paläoseismologischer Nachweis eines schweren Erdbebens (M6.5) bei Basel.

Ca. 7500 v. Chr. – Schweiz
Paläoseismologischer Nachweis eines schweren Erdbebens (M6.5) bei Basel.

Ca. 5000 v. Chr. – Schweiz
Paläoseismologischer Nachweis eines schweren Erdbebens (M6.5) bei Basel.

Mittleres Holozän – Düren (NRW)
Paläoseismologische Untersuchungen ergaben, dass im mittleren Holozän Erdbeben bis Stärke 7 an der Rurrand-Störung aufgetreten sind. (Grützner et al. 2016)

ShakeMap des schweren historischen Erdbebens vor rund 7000 Jahren in Düren
ShakeMap des schweren historischen Erdbebens vor rund 7000 Jahren in Düren

Ca. 4000 v. Chr. – Niederlande
Schweres Erdbeben (M6.0 – 6.6) nahe Roermond (van den Berg 2002)

Ca. 3500 v. Chr. – Schweiz
Paläoseismologischer Nachweis eines schweren Erdbebens (M6.5) bei Basel.

Ca. 1000 v. Chr. – Geleen (Niederlande)
Paläoseismologischer Nachweis eines schweren Erdbebens (~ M6.7) an der Geleen-Störung im Drei-Länder-Eck Deutschland-Belgien-Niederlande, etwa 20 km westlich von Heinsberg (NRW). Weiteres ähnlich starkes Erdbeben an der gleichen Störung vor ca. 17.000 Jahren. (Vanneste et al. 2018)

11 Kommentare

  1. Erdbeben Albstadt 18 .01 1978. Datum kann nicht stimmen. Ich kann mich an dieses Erdbeben noch genau erinnern( 50 km entfernt) Ich saß kurz vor 7 Uhr morgens mit meinem kleinen Bruder im Wohnzimmer und hörte Schallplatten – bei strahlendem Sonnenschein. Ich meine es war an Sonntag – der Sonntag an dem Papst Johannes Paul I in sein Amt eingeführt wurde.
    Gruß Wolfgang

  2. Das alles ist nicht gegen Italien. Ich wohne in den Marken und musste letzten Mittwoch miterleben was dort abgeht. Das sind Erdbenschwärme die seit dem Tag 2000 Nachbeben im Apennin erzeugten und die Gefahr von weiteren 7 ern und Seebeben in der Adria wächst.
    Am Sonntag 30.10.2016 ereignete sich ein weiteres Beben der Stärke 7,1 und 7 Uhr 40 morgens (offiziell 6,5). 40000 Obdachlose, 109 Gemeinden allein in den Marken betroffen. Alle Häuser haben Risse, viel sind einsturzgefährdet.

      1. Das stimmt so nicht. Zwar gehört die San Andreas Verwerfung (SAF) mit 1300 Kilometer länge zu den größeren, aber bei weitem nicht die längste. Die Alpine Fault (Neuseeland)und die Große Sumatra Störung haben den gleichen Mechanismus wie die SAF und sind mit 1400km und 1650-1900km länger. Noch einmal deutlich länger sind die Subduktionszonen in Chile (3000km) und Indonesien (5500km).

        An der SAF gab es seit 1900 nur ein Erdbeben über 7,0. Während es an der Salomonen-Subduktionszone (zwischen Honiara und Lata, rund 800km) 42 solcher Beben gab.
        Die unterschiedliche Aktivitätsintensität zeigt sich auch an der Slip Rate, also an der Geschwindigkeit, mit der die beiden Gesteinsblöcke aneinander vorbei gleiten. An der SAF beträgt diese 2 bis 3,5 cm pro Jahr. Hingegen hat die Weitin Fault in Papua Neuguinea eine Slip Rate von 13cm. An dieser gab es ein Erdbeben der Stärke 8,0 im Jahr 2000 und 7,7 in 2019.

  3. Die Erde ist ein wundervoller – schöner Planet. Der sich stetig verändert!
    Erdbeben, Vulkanausbrüche und damit verbundene Klimaveränderung, sind in seiner Geschichte, oft ein Thema gewesen.

    Wir sind nur Gast.

  4. guten Abend ,
    Ich bin überzeugt das es auch in Zukunft zu schwereren Beben in DE kommen kann,bis oder gar über Stärke 5…wir werden das vieleicht nicht mehr erleben aber möglicherweise unsere Nachfahren….
    Gruß,John

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