Katastrophen, Rekorderdbeben und menschengemachte Schadensbeben: Jahresrückblick 2017

März: Panik in Rangun, Jahresrekord für glückliches Yunnan
Mit 31 Verletzten durch ein Erdbeben der Stärke 5.5 begann der März in der Türkei. Rund 2000 Gebäude erlitten bei dem Erdbeben Schäden. Es war das folgenschwerste Erdbeben des Jahres mit Epizentrum in der Türkei (Impakt-Wert 1,35).
Global betrachtet war der März mit nur vier Beben über Magnitude 6 noch inaktiver als der Februar. Alle vier Erdbeben trafen Regionen (Kamtschatka, Papua-Neuguinea, Salomonen und Alaska), wo sie keine Schäden verursacht haben. So war erneut ein Erdbeben auf den Philippinen (M5.9) am 5. März das einzige, bei dem es Opfer gab. Wie bereits im Februar hat es die Region Surigao del Norte getroffen. Viele neue Schäden hat es aber nicht verursacht (Impakt-Wert 1,02).
Folgenreicher war ein Erdbeben der Stärke 5.2 nahe der Stadt Rangun im Süden von Myanmar. Mehr als 50 Menschen wurden dabei verletzt und mehrere hundert Gebäude beschädigt. Der Impakt-Wert erreichte 1,09.

Anzeige

[themoneytizer id=15239-1]
Sonstige Erdbeben im März waren eher harmlos. Einzig ein Erdbeben auf der Indonesischen Insel Bali (M5.7) am 21., bei dem vier Menschen verletzt wurden, ist hier noch zu nennen.
Relativ ungewöhnlich war am 6. ein Erdbeben (M4.6) in der Schweiz, das mehrere Häuser leicht beschädigt hat und auch in Süddeutschland zu spüren gewesen ist.
Die meisten Schäden verursachte am 26. ein M5.1 in der Chinesischen Provinz Yunnan mit über 1000 zerstörten und 6000 beschädigten Gebäuden (Impakt-Wert 2,01). Es sollte das folgenschwerste Beben in diesem Jahr in Yunnan bleiben.

Anzeige

Übersicht
Seite 1: Zahlen und Fakten
Seite 2: Januar – Jahrhundert-Beben in Madagaskar, Fracking-Rekord in China
Seite 3: Februar – Erste Katastrophe für die Philippinen
Seite 4: März – Panik in Rangun, Jahresrekord für glückliches Yunnan
Seite 5: April – Rekord in Botswana, Starkbebenserie auf den Philippinen
Seite 6: Mai – Erste Katastrophen für Iran und China
Seite 7: Juni – Doppelschlag für Guatemala, erstes Griechenland-Beben
Seite 8: Juli – Zweite Katastrophen für Philippinen und Griechenland
Seite 9: August – Katastrophe in Sichuan – Unglück auf Ischia
Seite 10: September – Katastrophenmonat in Mexiko
Seite 11: Oktober – Schwarmbeben in Indonesien
Seite 12: November – Todesbeben im Iran mit Langzeitwirkung
Seite 13: Dezember – Immer wieder Iran, Panik in Teheran
Seite 14: Zusammenfassung und Statistiken

The following two tabs change content below.

Jens Skapski

Data Analyst bei Risklayer
Jens ist 25 Jahre alt und studierte von 2013 bis 2019 an der Ruhr-Universität Bochum, zunächst Geowissenschaften (B.Sc. Abschluss) und später mit Spezialisierung auf Erdbebenphysik und -gefährdung. Seit Sommer 2019 arbeitet er als Data Analyst in Karlsruhe.

Neueste Artikel von Jens Skapski (alle ansehen)

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte Anmelden um zu kommentieren
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei