Katastrophen, Rekorderdbeben und menschengemachte Schadensbeben: Jahresrückblick 2017

April – Rekord in Botswana, Starkbebenserie auf den Philippinen
Noch überraschender und ungewöhnlicher war das Auftreten eines schweren Erdbebens in Botswana am 3. April. Mit Magnitude 6.5 war es mit Abstand das stärkste jemals in diesem Land registrierte Erdbeben. Da es eine dünn besiedelte Region getroffen hat, waren die Auswirkungen allerdings beschränkt. Jedoch gab es aufgrund einer Massenpanik 36 Verletzte.

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Mit sechs weiteren Beben über M6 war der April etwas aktiver. Eines der Erdbeben, ein M6.0 im Nordosten des Iran, hat ein Todesopfer gefordert und schwere Schäden an tausenden Gebäuden angerichtet. Mit einem Impakt-Wert von 2,01 ist es das verheerendste Beben des Monats.
Zwei weitere kleine Erdbeben haben jeweils indirekt (Herzinfarkt / Steinschlag) zu je einem Todesopfer geführt: Ein M2.7 im Indischen Bundesstaat Karnataka und ein M4.8 nahe der Hauptstadt von El Salvador.
Wie in den Vormonaten waren auch im April die Philippinen stark betroffen. Das erste große Beben, M6.0 in Batangas, am 8. April hat tausende Gebäude beschädigt (Impakt-Wert 1,73). Acht Personen wurden verletzt. Wenige Tage zuvor hat dort bereits ein M5.5 zu kleineren Schäden geführt.
Beben Nummer zwei, ebenfalls M6.0, diesmal in Misamis Oriental, folge am 11. April. Erneut gab es tausende beschädigte Gebäude (1,50), aber nur einen Verletzten.
Nummer drei, mit M6.8 das stärkste in diesem Monat, ereignete sich am 28. glücklicherweise vor der Küste und hatte entsprechend nur geringe Auswirkungen. Dennoch gab es fünf Verletzte (Impakt-Wert 0,33). Der folgende kleine Tsunami richtete keinen Schaden an.
Bereits am 24. hat ein Beben der Stärke 6.9 vor der Küste von Chile einen kleinen Tsunami ausgelöst, aber ohne nennenswerte Schäden anzurichten (0,02).
Relativ ungewöhnlich war am 24. ein vermutlich durch Bergbau begünstigtes Beben im Westafrikanischen Land Guinea. Dieses beschädigte dutzende Gebäude (Impakt-Wert 0,25). Eine Magnitude konnte nicht ermittelt werden.

Übersicht
Seite 1: Zahlen und Fakten
Seite 2: Januar – Jahrhundert-Beben in Madagaskar, Fracking-Rekord in China
Seite 3: Februar – Erste Katastrophe für die Philippinen
Seite 4: März – Panik in Rangun, Jahresrekord für glückliches Yunnan
Seite 5: April – Rekord in Botswana, Starkbebenserie auf den Philippinen
Seite 6: Mai – Erste Katastrophen für Iran und China
Seite 7: Juni – Doppelschlag für Guatemala, erstes Griechenland-Beben
Seite 8: Juli – Zweite Katastrophen für Philippinen und Griechenland
Seite 9: August – Katastrophe in Sichuan – Unglück auf Ischia
Seite 10: September – Katastrophenmonat in Mexiko
Seite 11: Oktober – Schwarmbeben in Indonesien
Seite 12: November – Todesbeben im Iran mit Langzeitwirkung
Seite 13: Dezember – Immer wieder Iran, Panik in Teheran
Seite 14: Zusammenfassung und Statistiken

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